TOBIAS MORETTI

TOBIAS MORETTI

Ode an Napoleon Bonaparte (Salzburg April 2019)

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ODE AN NAPOLEON BONAPARTE 

 

 

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ODE AN NAPOLEON BONAPARTE : Auf dem  Blog zu hören )
https://static.blog4ever.com/2008/10/250815/Ode-an-Napoleon-Bonaparte-Osterfestspiele-Salzburg-2019-.mp3

http://www.michelroth.ch/upload/ode_programmheft.pdf


Ode an Napoleon Buonaparte Arnold Schönberg:

Vorbei! – Noch gestern Fürst und groß, den Fürsten sahn mit Beben - und heut ein Wesen namenlos, entehrt, doch noch am Leben. Ist das der Herr von tausend Reichen der alle Welt besät mit Leichen? Und mag er's überleben? Wie fiel der stolze Morgenstern! (1) Kein Geist noch fiel so tief, so fernl

Was schlugst, Tyrann, du dein Gesind das dir erstarb in Flehen? Dich selbst anstaunend wardst du blind, doch machtest andre seh(e)n. Mit Macht zu segnen reich gerüstet, hast deren Leben du verwüstet, die huld'gend dich umsteh(e)n, bis erst dein Fall dem Blick der Welt das Nichts der Ehrfurcht bloßgestellt.

Dank für die Lehre! - Mehr wird sie der Zukunft Krieger lehren als je vermocht Philosophie mit Beten und Bekehren. Der Zauber der die Menschengeister gebannt hielt, nimmer wird er Meister; nicht werden sie verehren im Staub den Götzen auf dem Thron, des Stirn von Erz, des Fuß von Ton.

Triumphes Prunk und Prahlerei, des Krieges wild Entzücken, ein welterschütternd' Siegesschrei für deine Brust Erquicken. - Das Schwert, das Szepter, dem zu dienen die Völker nur geschaffen schienen, wo ist das nun? - In Stücke ging alles, Dämon, und zur Qual blieb dir nur der Erinnerung Mal.

Der Vernichter jetzt vernichtet! Der Sieger ist geschlagen! Der andern streng ihr Los gerlchtet, muß seines bang ertragen. Nimmt ruhig seinen Sturz er hin weil er noch Hilf' erhofft von Wien? Oder ists schlichte Todesangst? Tod wählt der Fürst - das Leben der Knecht - dir ist der Mut zur Niedrigkeit recht!

Gespaltnen Baumes Rückpralls Kraft hat Milo (2) nicht erwogen: geklemmt, sein Widerstand erschlafft, sein Mut hat ihn betrogen. Gestützt auf deines Heeres Macht hast Haß und Zwiespalt du entfacht; hast härt'res Los gezogen: Ein Wolf rasch endet Milos Leid doch dich frißt langsam auf dein Neid.

Der Römer, (3) wenn sein Haß gestillt, in Blut gelöscht sein Groll, wirft hin die Macht, die ihm nichts gilt, barbarisch, hoheitsvoll, zieht ab, verachtend offen Knechte, die er beraubt der Bürgerrechte - zahlt so der Feigheit Zoll. Moralisch doch sei er geschätzt, der zwangfrel Macht durch Recht ersetzt.

Der Spanier, (4) als der Krone Glanz den Zauber ihm verloren, birgt - in der Hand den Rosenkranz - sich hinter Kloster Toren . Der Paternoster Zahl zu wissen, des Worts Bedeutung nicht zu missen, hat kindisch er erkoren. Was er gesündigt als Despot, Gebet entsühn, da Hölle droht.

Doch du - der Blitzstrahl dir entwunden. zu spät du widerstrebst; Gewalt und Herrschaft sind entschwunden dran du in Schwachheit klebst. Obwohl ein Teufel den man haßt, zeugt Gram dein Sturz, ja Mitleid fast seit angstverzerrt du bebst. Bedenkt, ihm war die Gotteswelt nur Sprungbrett das ihn hochgeschnellt.

Die Welt vergoß ihr Blut für ihn der so konnt seines schonen. Monarchen lagen auf den Knien und dankten ihm für Kronen. O Freiheit, laß dich hoch verehren. wenn so gebückt zum Staub sich kehren, die sonst mit Haß dir lohnen. Nicht finde bessern Ruhm fortan die Welt zu blenden, ein Tyrann.

Geschrieben steht in Blut dein Tun, und nicht umsonst! Es decken all deine prächtigen Siege nun nicht mehr dle blut’gen Flecken. Stürbst du wie Ehre stirbt, es käm’ dir gleich, ein zweiter und beschäm’ die Welt mit neuen Schrecken. Doch wer erklimmt die Sonnenhöh’, daß er in Nacht, wie du, vergeh'?

Der Helden Staub zeigt in der Wage mit Lehm denselben Preis. Gerecht, am Ende ihrer Tage, der Tod nur ein Maß weiß. Doch sollten Große, die noch leben beseelten Feuers Funken geben, die weder grell noch heiß. Doch bleiben Welterob’rer greulich - nlcht macht Verachtung sie erfreulich.

Und sie, die Blume Austrias, (5) dein Weib, des Kaisers Sproß: dein Elend, sag: wie trägt sie das? Ist sie noch dein Genoß? Teilt sie die hoffnungslose Reue, beugt sie dem Schicksal sich in Treue, du mördrischer Koloß? Liebt noch sie dich? Ein Restchen Glück ließ dir ein gnädiges Geschick!

Auf deiner Insel laß dich nieder, das Meer starr haßvoll an, daß lächelnd, höhnisch es erwlder: „Nie herrschst du hier, Tyrann!“ Zum Zeitvertreib schreib auf den Sand, daß wie das Meer, ist frei das Land, erlöst von deinem Bann: daß dir gebühr des Titels Ehre: Korinths Schulmeister, (6) Kinder-Lehre.

Was, Timur, (7) den du mit dir führst in engem Käfigs Pein, was dachte dein gefangner Fürst, wenn nicht „Die Welt war mein!“ Ging dir nicht mit dem Herrscherstabe Vernunft, wie Babels Herrn zu Grabe, nicht lang schließt du dich ein. Dein Hang zu tun was dich vergnügt mißachtet was die Nachwelt rügt.

Sprichst du, wie elnst Prometheus' Kraft, noch Hohn dem Donnergotte? Bleibst ungebeugt in Geiers Haft in öder Felsengrotte? Verdammt von Gott, von Menschen allen verflucht, bist du zuletzt verfallen des Erbfeinds wilden Spotte. Sein Mut im Falle selbst nicht schmolz, wär sterblich er, er stürb mit Mut und Stolz.

Als Frankreich war das Maß der Welt, sein Meister du, hoch zwar, doch noch nicht höchst gestellt - bliebst du Konsul, statt Cäsar, hättst edlern Ruhmes Tat vollbracht, als zuschreibt dir Marengos Schlacht. Vergoldet wär sogar dein Sturz im Zwielicht der Geschichte: Untat verbleicht in ihrem Lichte.

Doch Kaiser mußt du sein durchaus, den Purpur mußt du tragen - als tilgt dies närrisch Kleid den Graus, erstickt Gewissens Plagen. Der Tand von längst verblichner Tracht, mit Stern und Schnur und Fransenpracht - wer wird danach noch fragen? Du, eitler Herrschsucht trotzges Kind, des Spielzeug raubt ein rauher Wind.

Wo mag ein müdes Auge finden erhab'ner Größe Bild, nicht bergend bill’gen Ruhmes Sünden: ein unbefleckter Schild! Ein Cincinnatus (8) der Neuen Welt, ihr größter, hehrster, reinster Held hat diesen Wunsch erfüllt, den Namen Washington vermacht der Menschheit, der er Freiheit bracht'.

Anspielungen im Text auf
(1) Jesaja 14,12, wo der Sturz des Königs von Babylon prophezeit wird
(2) die antike Fabel von Milo und der Eiche
(3) den römischen Diktator Sulla, der 79 v.Chr. freiwillig auf seine Diktatur verzichtete und sich ins Privatleben zurückzog.
(4) Karl V., der 1556 auf die Kaiserkrone verzichtete und sich ins Kloster von Juste in Estremadura zurückzog
(5) Napoleons zweite Gemahlin, Marie-Louise, Tochter Kaiser Franz I.
(6) Dyonisos der Jüngere soll nach seiner Verbannung 344 v.Chr. in Korinth eine Schule für Knaben eröffnet haben
(7) den Mongolenherrscher Timor/Tamerlan, der den entthronten König Bajesid/Bajazet in einem Käfig mit sich geführt haben soll
(8) den römischen Heerführer, Konsul und Diktator (519-430 v.Ch.), der auch nach seinem Amtsantritt seine bäuerliche Arbeit weitergeführt haben soll

Texte original en anglais :
http://www.mykeep.com/lordbyron/odetonapoleon.html

Texte en français :
http://agora.qc.ca/documents/napoleon_bonaparte--ode_a_napoleon_par_george_gordon_lord_byron

Ode à Napoléon
George Gordon, lord Byron
C’en est fait de toi, hier encore un très grand roi,
Armé contre l’Europe pour lutter,
Maintenant dégradé, chose sans nom, oui, toi,
Roi tombé, mais vivant, ô fier guerrier!
Es-tu donc le héros, l’homme de mille trônes,
Des os des ennemis vaincus jonchant les zones?
Si déchu, peux-tu pourtant exister?
Depuis l’Ange à tort nommé l’Astre du Matin,
Homme ou Démon n’eut une telle fin!
Homme à l’esprit mauvais, pourquoi donc châtier
Ceux qui si bas plièrent les genoux?
Tu fus aveugle; à force de te regarder,
Tu enseignas à voir à tes jaloux.
Pour sauver ton pouvoir, en ton immense orgueil,
Ton seul cadeau royal fut toujours le cercueil
Pour ces héros qui surent t’adorer,
Et jusqu’à ta chute, on n’a jamais deviné
Qu’ambition vaut bien moins qu’obscurité!
Tes triomphes, ta vanité, même ta gloire,
Et de la lutte l’extase chérie,
La voix vibrante et si claire de la victoire,
Pour toi comme le souffle de la vie,
L’épée, le sceptre, et ta puissance d’agir,
Que tous ne semblaient créés que pour obéir,
Ton renom couvrant le monde, ironie!
Tout est en bas! Sombre Esprit déchu, que peut être
La démence de ta mémoire, ô maître!
L’implacable désolateur est désolé,
Vaincu, le vainqueur toujours désolant!
L’arbitre cruel du sort des autres, tombé!
Pour son propre sort, humble, suppliant!
A-t-il encore un espoir impérial bien cher
De recommencer la lutte, lui, l’homme fier,
Ou a-t-il peur de la mort seulement?
De vivre grand prince, ou de mourir triste esclave,
Ton choix, certes, est ignoblement brave!
Mais toi (bien à contre-cœur, enfin de ta main
La foudre cruelle étant arrachée),
Tu laisses trop tard le commandement si vain,
Auquel ta faiblesse fut tant liée;
Toi, l’Esprit mauvais, quoique tu sois si méchant,
Pour faire peiner le cœur, il est suffisant
De voir ton âme aussi désespérée,
Qu’il est triste que ce monde de Dieu ne fut
Qu’un marchepied, et te paya tribut!
Pour toi seul, des flots de sang la terre a versés,
Et tu pus ainsi épargner le tien!
Maint monarque, les membres tremblants et courbés,
Pour un trône t’a remercié bien!
Oh! noble Liberté! sois chère à notre cœur,
Quand tes mortels ennemis montraient tant de peur,
Et se sont humblement soumis pour rien;
Ah! puisse nul tyran derrière lui laisser
Un tel nom pour faire le monde errer!
Tes mauvais actes sont écrits en sang Bourbon (1)
Et ils ne sont pas écrits tout en vain,
Tous tes triomphes n’ont plus leur ancien renom,
Rendent plus sombre une tache, soudain;
Si tu étais mort, comme l’honneur sait mourir,
Un nouveau Napoléon aurait pu surgir,
Pour infliger au monde son dédain.
Mais qui donc oserait planer près du soleil
Dans cette nuit pour trouver le sommeil?
Dans une balance, les cendres d’un héros
Sont viles comme une argile vulgaire,
Tes plateaux, ô Mort, sont justes et jamais faux :
Pour tous ceux qui meurent, quel sort sévère!
Mais j’avais pensé que tout grand homme vivant
Est animé par une étincelle, ô néant!
Pour nous éblouir et nous satisfaire;
Je ne croyais pas que le mépris pût cingler
Les héros qui le monde ont fait trembler!
Donc, hâte-toi d’aller vers ton île chagrine,
Et regarde la mer avec émoi,
Cet élément peut voir ton sourire, ta mine,
Il n’a jamais été soumis par toi;
Ou trace, de ta main oisive, être peiné,
Dans tes flâneries, sur le sable doré,
Qu’enfin le monde est libre et sans effroi,
Que le pédagogue de Corinthe à présent (2)
Écrit sa fable en ton front impuissant.
Toi, Timour (3), de tes captifs gardé dans la cage,
Dis-moi ce que tes pensées seront,
Quand, prisonnier, tu méditeras dans ta cage?
- Ceci : « Le monde m’appartint, au fond! »
À moins que, comme l’ancien roi de Babylone,
Tu ne perdis l’esprit, quand tu perdis ton trône,
La vie désertera ton fier front,
Ton esprit vaste, répandu si largement,
Longtemps obéi, peu le méritant!
Il fut un jour, et dans ce jour il fut une heure,
Où le monde était la France, elle à toi,
Quand ta puissance sans bornes et supérieure,
Ne voulant abdiquer de bonne foi,
Aurait été un acte d’un plus pur renom
Que celui qui de Marengo garde le nom,
Même aurait doré ton dernier convoi,
À travers le crépuscule du temps sublime,
Malgré de sombres nuages de crime.
Mais, fi donc! tu voulais plutôt l’empire atteindre,
Te couvrir du manteau de pourpre enfin,
Comme si cette robe de fou pût éteindre
Tout souvenir de crime dans ton sein.
Où voit-on l’habit usé que tu fis broder?
Où sont les joyaux que tu aimais tant porter?
Les croix, les cordons, le panache vain?
Oh! pervers enfant d’Empire, dis-nous pourquoi
Tes hochets sont enlevés loin de toi?
Sur qui donc l’œil lassé peut-il se reposer,
En fixant les grands hommes, bien souvent,
Sur qui la gloire coupable n’ose briller,
Ni la pompe, ni le très vil argent?
Sur un seul, le premier, le dernier, le meilleur,
Le Cincinnatus de l’Ouest, l’homme de cœur,
Que l’Envie n’osa haïr pourtant,
Et laissa le nom de Washington, ce tribun,
Pour qu’on rougisse qu’on n’en trouve qu’un!

Notes
(1) Le meurtre du duc d’Enghien.
(2) Dionysios (Denys) le Tyran, après sa chute, ouvrit une école à Corinthe.
(3) Timour-Lenk, ou Tamerlan (1336-1405), fut un des plus célèbres et des plus cruels conquérants. Après avoir vaincu le sultan Bajazet, il le mit dans une cage de fer. Dans la guerre entre les chrétiens et Bajazet, où ce dernier gagna la victoire, tous les nobles français furent tués ou faits prisonniers, et les plus riches seulement eurent la permission de payer une rançon.

 

https://www.grin.com/document/68952



28/05/2020
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