TOBIAS MORETTI

TOBIAS MORETTI

Deutschstunde

deutschstunde-image-15.jpg

 

 

Deutschstunde (2019)

 

Deutschstunde ist ein Filmdrama von Christian Schwochow aus dem Jahr 2019 und die Neuverfilmung des Romans Deutschstunde von Siegfried Lenz. Premiere war am 28. September 2019 auf dem Filmfest Hamburg. Der Film lief am 3. Oktober 2019 in Deutschland an.

 

Handlung

In den 1950er Jahren sitzt Siggi Jepsen im Jugendarrest auf einer Elbinsel und soll in der Deutschstunde einen Aufsatz über „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Doch weil ihm das nicht gelingt, muss er die Aufgabe am nächsten Tag in einer Zelle nachholen.

Dort schreibt er seine Erinnerungen an seinen Vater Jens Jepsen auf, der als Dorfpolizist in Norddeutschland stets unerbittlich seine Pflicht erfüllt hatte. Während der Zeit des Nationalsozialismus hatte der Vater den Auftrag, seinem Jugendfreund, dem von den Nazis als „entarteter Künstler“ verfemten Max Ludwig Nansen, ein vom Regime verhängtes Malverbot mitzuteilen und die Einhaltung zu überwachen.

Nansen hält sich nicht an das Berufsverbot, malt weiter und vertraut dabei auf die Hilfe des Jungen, der sein Patensohn ist und eine enge Freundschaft mit ihm pflegt. Jepsen aber befiehlt seinem Sohn, den Maler auszuspionieren. Siggi ist zerrissen zwischen dem Wunsch, dem Vater zu gefallen und der Ahnung, dass dem Maler großes Unrecht geschieht.

Die Frage, ob er sich anpassen oder gegen das offensichtliche Unrecht und damit auch gegen den eigenen Vater Widerstand leisten soll, wird für Siggi essentiell. Als sein Vater Nansens Bilder beschlagnahmt, versteckt Siggi die Bilder in einem leerstehenden Haus. Auch vermittelt er seinem älteren Bruder Klaas, der aus der Wehrmacht desertiert ist, ein zeitweiliges Versteck bei Nansen. Als Klaas bei einem Fliegerangriff schwer verletzt wird, bringt man ihn in sein Elternhaus. Doch sein Vater liefert ihn den Behörden aus, obwohl seinem Sohn die Hinrichtung droht. Ditte Nansen, die die Verfolgung ihres Ehemannes stark belastet, stirbt an einer Lungenentzündung. Als Gerüchte aufkommen, die britische Armee sei nahe, will Jepsen die anwesenden Männer für den „Volkssturm“ gewinnen, was ihm aber wegen der Gegenrede Nansens nicht gelingt. Als die britische Armee eintrifft, wird Jepsen von den Briten verhaftet.

Nachdem Jepsen aus der Gefangenschaft zurückgekehrt ist, nimmt er den Polizeidienst wieder auf und will nicht einsehen, dass das Malverbot gegen Nansen aufgehoben ist. Er verbrennt alle Bilder des Künstlers, die er finden kann. Kurz nachdem er auch die versteckten Bilder in dem verlassenen Haus findet, brennt es ab – offenbar hat der Polizist den Brand gelegt. Siggi entwendet, nun selbst von krankhaftem Pflichtbewusstsein erfasst, Nansens Bilder, um sie vor seinem Vater zu retten. Siggis zuvor enge Beziehung zu Nansen wird dadurch getrübt und Siggi wird wegen des Kunstdiebstahls in das Jugendgefängnis eingewiesen. Dort beendet er nach langer Zeit seinen Aufsatz und wird entlassen.

 

Regie Christian Schwochow
Drehbuch Heide Schwochow

 

Besetzung

 

Kritik :

https://www.zeit.de/kultur/film/2019-09/deutschstunde-film-christian-schwochow

 



21/05/2020
0 Poster un commentaire

A découvrir aussi


Inscrivez-vous au site

Soyez prévenu par email des prochaines mises à jour

Rejoignez les 72 autres membres