TOBIAS MORETTI

TOBIAS MORETTI

Bergkristall

 

 

Bergkristall – Verirrt im Schnee (Originaltitel: Cristallo di rocca) ist ein österreichisch-italienischer Fernsehfilm aus dem Jahr 1999. Der Film ist eine freie Interpretation der Erzählung Bergkristall von Adalbert Stifter. Die Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen war am 25. Dezember 1999 im ZDF

 

Zwei Kinder besuchen gemeinsam mit ihrem Vater am Heiligen Abend die Großmutter, welche im österreichischen Bergdorf Gschaid lebt. Zur gleichen Zeit machen Bergsteiger in der Nähe von Gschaid einen schauerlichen Fund: Sie entdecken eine im Eis perfekt konservierte männliche Leiche. Die Bewohner des Dorfes eilen sofort herbei, als der Tote per Hubschrauber vom Berg geflogen wird. Auch Sanna, die Großmutter der beiden Kinder, und ihr Bruder Konrad sind gekommen. Bei der Leiche handelt es sich um Martin, einen seit 70 Jahren vermisster Bergsteiger. Wenig später treffen Hans, der Sohn Sannas, und seine Kinder im Ort ein. Nachdem die Kinder am Abend beim Herumstöbern in der Dorfkirche ertappt wurden, wohin man die Leiche gebracht hat, berichtet Sanna, was damals geschehen ist.

Millsdorf und Gschaid, 70 Jahre früher: Die beiden benachbarten Dörfer Millsdorf und Gschaid sind seit ewigen Zeiten verfeindet. Der Kern des Streits liegt darin, dass die Gschaider glauben, die reichen Millsdorfer Bauern würden oftmals zu ihrem Nachteil handeln. So ist es auch aktuell: Ein neuer Damm soll gebaut werden, welcher den Fluss zur Stromgewinnung aufstauen soll. Die Gschaider befürchten, damit von der Wasserversorgung abgeschnitten zu werden, was für die bäuerliche Bevölkerung größte Existenznot bedeuten würde. Das führt wiederholt zu bewaffneten und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Besonders betroffen von dem Konflikt sind der Schuster Josef und Martin, ein Bergsteiger und Bergführer, die mit beiden Dörfern verbandelt sind. Verschärft wird der Konflikt durch die üblen Machenschaften eines Millsdorfer Bewohners namens Elias, der nicht nur die Kühe Josefs vergiftet, sondern auch eine Brücke zum Einsturz bringt und ein Marterl, das als Wegweiser dient, zerstört.

Dann kommen die Weihnachtstage: Josef lehnt es aufgrund des Widerstandes seiner Schwiegereltern gegen ihn ab, diese persönlich in Millsdorf zu besuchen. Stattdessen werden Sanna und Konrad auf die Wanderung geschickt, um den Großeltern Weihnachtsgeschenke zu bringen, obwohl dazu ein weiter Fußmarsch über den im Winter wegen Schnee- und Lawinengefahr besonders gefährlichen Bergpass erforderlich ist. Durch den aufkommenden Schneefall und den zerstörten Wegweiser verpassen die beiden auf dem Heimweg die richtige Abzweigung. Als die Kinder nicht vor Einbruch der Dunkelheit zurückkehren, wird klar, dass sie sich im Schneesturm verirrt haben müssen. Schließlich brechen die Bewohner auf, um die Kinder zu suchen. Dabei treffen sie zur allgemeinen Überraschung auf die Bewohner von Millsdorf. Diese haben inzwischen ebenfalls mitbekommen, dass den Kindern etwas zugestoßen sein muss. Und so sind auch sie, angeführt von Josefs ungeliebtem Schwiegervater, welcher sich ebenfalls um seine Enkel sorgt, aufgebrochen, um sich an der Suche zu beteiligen. Nach anfänglichem Misstrauen setzt man die Suche gemeinsam fort.

Inzwischen hat Martin, welcher vor allen anderen zur Suche nach den Kindern aufgebrochen war, Sanna und Konrad gefunden. Der Weg zurück ins Tal gestaltet sich ob der zahlreichen Gletscherspalten, sowie der Tatsache, dass der Weg eben meterhoch mit Schnee, Eis und Geröll bedeckt ist, als schwierig. Als sie trotz der Widrigkeiten auf die vereinten Bewohner von Millsdorf und Gschaid treffen, werden sie freudig begrüßt. Doch plötzlich stellen alle fest, dass Martin durch die dünne Schneedecke einer Gletscherspalte gebrochen und in den Tod gestürzt sein muss! Der Pfarrer appelliert an die Bewohner beider Dörfer, in Andenken ihres tapferen, auf so tragische Weise zu Tode gekommenen Freundes von nun an Frieden zu halten.

Wieder in der Gegenwart: Nachdem die alte Sanna ihrem Sohn und ihren Enkelkindern die Geschichte erzählt hat, gehen die Bewohner beider Orte gemeinsam am Abend in der Kirche von Gschaid zur Christmette. Dabei wird in einer Überblendung gezeigt, dass dies ebenfalls vor 70 Jahren als Zeichen des Friedens begonnen hat. Denn auch an jenem Tage saßen die Bewohner von Millsdorf und Gschaid, zur tief empfundenen Freude des Pfarrers, gemeinsam in der Christmette.

Besetzung

BERGKRISTALL – VERIRRT IN SCHNEE

Zwei Bergdörfer führen einen erbitterten Kleinkrieg. Als zwei Kinder verschwinden, spitzt sich die Lage zu… TV-Bergdrama mit Tobias Moretti

Grausiger Fund in den Bergen: Seit 77 Jahren liegt die Leiche schon im Eis… Großmutter Sanna erinnert sich, was damals, im Winter 1923, geschah: Die Bewohner der Bergdörfer Gschaid und Millsdorf sind seit Jahrhunderten verfeindet. An dem Bau eines Staudamms flammt die Fehde erneut auf. Die Kinder des Bauern Joseph (Tobias Moretti) stehen zwischen den Fronten. Der Gschaider hatte einst eine Millsdorferin geheiratet, jetzt ziehen seine Kinder oft allein durch die Berge, um ihre Großeltern zu besuchen. Eines Nachts verirren sie sich im Schneesturm. Die Dörfler aus Millsdorf und Gschaid machen sich auf die Suche… Die Bilder der Berglandschaft sind ebenso eindrucksvoll wie die beklemmende Geschichte über den sinnlosen Hass.

CRISTAL DE ROCHE – EGARES DANS LA NEIGE

Deux villages de montagne se livrent à une guerilla acharnée. Lorsque deux enfants disparaissent, la situation s’aggrave … Drame montagnard avec Tobias Moretti

 

Horrible trouvaille dans les montagnes : depuis 77 ans, le cadavre se trouvait dans la glace… la grand-mère Sanna se souvient qui se passait, alors, en hiver 1923: les habitants des villages de montagne Gschaid et Millsdorf sont brouillés depuis des siècles. A la construction d'un barrage, la rancune s'enflamme de nouveau. Les enfants du paysan Joseph (Tobias Moretti) se trouvent pris entre deux fronts. L’habitant de Gschaid s’est marié à une fille du village de Millsdorf, et leurs enfants traversent souvent seuls la montagne pour rendre visite à leurs grands-parents. Une nuit, ils s'égarent dans une tempête de neige. Les villageois de Millsdorf et Gschaid se lancent à leur recherche…. Les images du paysage de montagne sont aussi impressionnantes que l’angoissante histoire sur la haine absurde.

 

 



19/05/2020
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